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Pulsstrahlung / Pulsmodulierte Strahlung
Häufig vorkommende Quellen von pulsmodulierten Mikrowellen
sind digitale Schnurlostelefone und deren Basisstationen.
Sie verwenden die sogenannte DECT-Kodierung (Digital Enhanced
Cordless Telecommunications).
Im Nahbereich ist auch WLAN (Wireless Local Area Network)
zu nennen. Die konstante Sendeleistung dieser Nahbereichssysteme
liegt meist zwischen 10 mW und 100 mW (mW=Mikrowatt).
Auch die Mikrowellen der digitalen Mobiltelefone sind gepulst,
d.h. die Strahlung wird in kurzen Paketen ausgesendet, die
sich etwa alle 4,6 Millisekunden wiederholen, was einer
Frequenz von 217 Hertz entspricht.
Radar - Die Spitzenleistung von Radar ist vergleichsweise
hoch, da es für den Betrieb über große Entfernungen und
den Empfang von Signalen weit entfernter Objekte ausgelegt
ist. Die Strahlung wird in kurzen, aber intensiven Impulsen
ausgesendet. Diese Spitzenleistungen können am Sender tausende
von Watt erreichen.
Antikollisionssysteme zur Abstandsmessung zwischen Fahrzeugen
verwenden ebenfalls gepulste Mikrowellen im Bereich um 24
GHz, das Spektrum enthält keine niederfrequenten Anteile.
Pulsmodulierte Mikrowellen dringen nach den gleichen physikalischen
Gesetzmäßigkeiten in den Körper ein wie kontinuierliche
Mikrowellen. Im Fernfeld, wie beispielsweise bei der Strahlung
von Mobilfunkstationen, nimmt die Eindringtiefe der Mikrowellen
mit steigender Frequenz ab. Die stärksten Anteile der Mikrowellen
werden in den oberen Hautschichten absorbiert.
Für die Immission (= Einwirkung auf den Menschen) von Mikrowellen
ist neben der abgestrahlten Leistung auch der Abstand der
Quelle zum Körper entscheidend. Obwohl z.B. die absolute
Leistung von Mobiltelefonen deutlich geringer ist als die
Sendeleistung von Basisstationen, ist die Immission von
Mobiltelefonen aufgrund des geringen Abstandes zum Kopf
je nach Empfangsqualität bis zu 1000-fach und mehr höher.
Allerdings ist der Mensch den Feldern der Basisstationen
im normalen Alltag meist willkürlich ausgesetzt, während
die körpernahe Expositionsdauer durch Mobiltelefonen weitgehend
frei wählbar ist.
Gepulste Strahlung wird
vielfach als biologisch aktiver oder störender angesehen,
da sie bei bestimmten Frequenzen und Modulationen andere
physiologische Wirkungen hervorrufen kann als kontinuierliche
Strahlung. Gepulste Strahlung kann sehr hohe Leistungsspitzen
erzeugen, die zu intensiveren Kurzzeitexpositionen führen.
Diese Spitzenwerte können biologisches Gewebe anders beeinflussen
als kontinuierliche, gleichförmige Strahlung.
Die schnellen Änderungen der Pulsfrequenz können das Nervensystem
stimulieren oder irritieren und zu oxidativem Stress führen.
Oxidativer Stress kann Stress
in den Zellen und damit im Körper verursachen, was zu
weiteren Beeinträchtigungen in diesem Zusammenhang führen
kann.
Angesichts dieser Risiken wird
empfohlen, die Exposition gegenüber gepulster Strahlung
so gering wie möglich zu halten - insbesondere im Nahbereich!
- DECT-Telefone in den ECO-(Plus)-Modus
schalten
Im ECO-Modus wird die Strahlung stark reduziert, da das
Telefon nur bei Benutzung und nicht permanent sendet.
- WLAN nur bei Bedarf einschalten
WLAN ausschalten, wenn es nicht benötigt wird, insbesondere
nachts. Zeitschaltuhr verwenden, um das WLAN automatisch
auszuschalten.
- Blaulichtquellen abends vermeiden
Bildschirme (Smartphones, Computer, Fernseher) strahlen
blaues Licht aus, das den Schlafrhythmus stören kann. Blaulichtfilter
oder verwenden bzw. abends möglichst den Bildschirmkonsum
reduzieren oder einstellen, um einen gesunden Schlaf zu
fördern.
- Kabelverbindungen bevorzugen
Wo immer möglich kabelgebundene Geräte verwenden, Netzwerkkabel
statt WLAN verwenden, um die Strahlung zu minimieren. Abstand
vergrößern - Geräte wie Router nicht in unmittelbarer Körpernähe
und möglichst nicht im Schlafzimmer, am Schreibtisch oder
anderen (Dauer-) Aufenthaltsbereichen aufstellen.
Das Gleiche gilt für Mobiltelefone, die am Kopf betrieben
werden.
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Zitate
Professor Dr. Semm, Universität Frankfurt, Forscher im Telekom-Auftrag
(1998) »Man sollte die Mobilfunktechnik ändern, damit biologische
Reaktionen durch gepulste Strahlung gar nicht mehr stattfinden
können. Das ist möglich, denn es ginge auch ohne Pulsung.«
Professor Dr. Heyo Eckel, Bundesärztekammer (August 2000)
»Es gibt wichtige Hinweise auf Schäden durch Mobilfunkstrahlung.
Ich halte es für sorglos, wenn man an den bestehenden Grenzwerten
festhält. Die zuständigen Behörden werden von uns dringend
aufgefordert, sich mit den wissenschaftlichen Ergebnissen,
und es handelt sich um zahlreiche seriöse Forschungen, das
sei deutlich betont, auseinander zu setzen.«
Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz,
Interview mit der Berliner Zeitung vom 1. August 2001 »Eltern
sollten ihre Kinder von Handys fernhalten.«
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