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Vorsorgewerte und Grenzwerte

Vorsorgewerte und Grenzwerte sind in niedrigen Bereichen oft in der sogenannten Strahlungsdichte µW/m² (Mikrowatt/m²) angegeben.
Auf der unteren Tabelle sind die Werte in mW/m² (Milliwatt/m²) angegeben.
1 mW = 1.000 µW

Die Spanne reicht in Mikrowatt ausgedrückt, von 9.000.000 µW/m² (gesetzlicher Grenzwert der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung) bis zu 0,1 µW/m² (Richtwert der Baubiologie für Schlafbereiche).

   
Grenzwerte und
Empfehlungen
  Signalstärke
(Mobilfunk mW/m²)
Grenzwert in Deutschland   9.000   (=9 Watt/m²)
Vorsorgewert in Italien, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Russland und China   100
Ecolog-Institut, Nova-Institut,
Wien (2001, Anlagen auf städt. Gebäuden)
  10
Salzburger Resolution 1998
ÖkoTest 1999
Bund für Umwelt und Naturschutz 2001
  1
Neuer Salzburger Vorsorgewert (2002, außen)
(2002, innen)
  0,01
0,001
Standard der Baubiologie für Schlafbereiche   0,0001
 
Zum Vergleich:    
DECT-Schnurlostelefon in 1,5 m Entfernung   10
Mindestpegel für Telefonate   0,0000001
   
Typische Leistungsflussdichten von Sendern (Quelle: BfS und RegTP)
  Fernsehen VHF Rundfunk (UKW) Mobilfunkmast Handy
Leistung bis 300 kW bis 100 kW bis 50 W bis 2 W
Abstand für Grenz-werteinhaltung ca. 150 m ca. 250 m max. 8 m 0 m
Messabstand (typischer Abstand) 1.500 m 1.500 m 50 m 0.03 m
Typische Messwerte / Leistungsflussdichte bis 0,02 W/m² bis 0,05 W/m² bis 0,001 W/m² bis 2 W/m²
Grenzwerte als Leistungsflussdichte 2 W/m² 2 W/m² 4,5 W/m² -
Frequenz 174 - 216 MHz 88 - 108 MHz 900 MHz 900 MHz
   

Utopische Grenzwertunterschiede

Es ist wohl nur schwer vermittelbar, wie eine derartige Grenzwertdifferenz überhaupt zustande kommen kann. Der höchste Grenzwert (z.B. der in Deutschland gültige) ist an der Schwelle zur thermischen Relevanz der Strahlung ausgerichtet, also an einen Wert, bei dem Temperaturveränderungen im Körpergewebe durch die Mikrowelllen ausgelöst werden. Dieser Wert ist aus medizinischer Sicht utopisch und steht in keinem nachvollziehbaren Zusammenhang zur athermischen Wirkung der Strahlen.

Aus der Vergangenheit: Bei Asbest, Holzschutzmitteln, Formaldehyd und PCB hat das Bundesgesundheitsamt in der in den 70er Jahren, trotz aufflammenden Diskussionen, die Verarbeitung dieser Komponenten viel zu lange zugelassen. Zweifelsfreie wissenschaftliche Beweise, die eine Beschränkung rechtfertigten, lagen nicht vor, hieß es. Erst aufgrund später Forschungsergebnisse in den 80er Jahren schwenkten die Behörden um.
Die Folgen der unbedachten Nutzung dieser Schadstoffe: Zehntausende anerkannte Berufskrankheiten und hohe Sanierungskosten für öffentliche und private Haushalte.
Auch zum Thema "Kernkraft" (Eine Wortschöpfung der Atomlobby, nachdem die Bezeichnung "Atomkraft" in der Allgemeinheit eher negative Assoziationen hervorbrachte) haben sich im Volk über viele Jahre hinweg Erkenntnisse angesammelt, die lange auf die Bestätigung durch eine öffentliche Seite warten mußten - (BfS) Bundesamt für Strahlenschutz:
Kinderkrebs/Leukämie in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie)

   

Quellangaben / Links

Typische Leistungsflussdichten von Sendern
http://www.umweltinstitut.org/download/mobilfunk_umweltinstitut.pdf
Mobilfunk-Sendeanlagen im Stadtgebiet. In diesem Plan von Düsseldorf sind die vorhandenen Anlagen markiert.
http://www.duesseldorf.de/umweltamt/mobilfunk/karte/index.shtml

     
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